Mein Arbeitsmaterial ist weißes Papier und Karton, das ich durch Falten und Biegen zu räumlichen Objekten verforme und durch unterschiedliche farbige Lichtquellen von außen oder innen beleuchte.

Besonders interessieren mich optische Phänomene und Farbreaktionen in Farbräumen. Das Studium der „Interaction of color“ von Josef Albers ist für meine Arbeit eine wesentliche Grundlage. Die Farbenlehre “Interaction of color” wendet sich nicht nur an Künstler, sondern an den Kunstbetrachter und jeden sehenden Menschen überhaupt. In der Klasse von Josef Albers saßen keineswegs nur Kunststudenten. In der Mehrzahl waren es Studenten anderer Fakultäten. (Yale University, New Haven))

Nach dem allgemeinen Ziel seines Unterrichts gefragt,  antwortete J. Albers:

  „... und wer besser sieht, schärfer unterscheidet, die Relativität der Fakten erkennt und weiß, dass es nie nur eine einzige Lösung für visuelle Formulierungen gibt, der wird dann wohl auch seine Meinung über andere Formulierungen ändern; vor allem wird er sowohl genauer als auch toleranter werden.“

  Die Zielvorstellung, dass derjenige, der die Relativität der Fakten erkennt, in seinem Urteil sowohl “genauer als auch toleranter wird” fand ich schon während meines Studiums stets aktuell.

Ich suche u. a. Anordnungen, die die Wechselbeziehungen von Farben für den Betrachter nachvollziehbar machen. So gibt es Arbeiten, in denen ich mich mit der Entstehung farbiger Schatten beschäftige (Komplementärfarben).  Um nicht allein nur vom Tageslicht abhängig sein zu müssen, experimentiere ich mit verschiedenen künstlichen Lichtquellen. Wegen der Empfindlichkeit von Papier und Karton verwende ich auch verschiedenes weißes Material aus Kunststoff.

 

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